Category: Open Source

Twitter4J: Java-API für Twitter

Twitter4J ist eine Java-Bibliothek für die Twitter-API von Yusuke Yamamoto. Damit lassen sich ganz einfach Status-Updates senden, die Timeline holen, Tweets suchen oder direkte Nachrichten senden. Die frisch erschienene Version 2.0.0 beherscht neben dem klassischen Login via Username/Passwort auch OAuth.

Wer also Twitter in seine Java-Applikationen integrieren möchte, ist hier bestens bedient. Sogar ein Maven-Repo ist vorhanden.

Und es geht noch weiter: mit Log4Twitter hat Yamamoto einen Log4J-Appender geschrieben, mit dem sich Log4J-Ausgaben an einen Twitter-Account leiten lassen – dazu muss in der Anwendung nicht einmal was geändert werden, lediglich die Konfigurationsdatei von Log4J kriegt den passenden Eintrag. Und schon kann ich von überall die Fehlermeldungen meiner Software via Twitter abonnieren … und mit mir die ganze Welt!?

Mantis Eclipse Plugin

Erst unlängst habe ich einen Artikel zu Mantis geschrieben. Jetzt stand zufällig das Update auf die neue Version 1.1.7 von Mantis BT an und beim Hochladen der Dateien sehe ich mir die Verzeichnisse der Software etwas genauer an und entdecke einen Ordner “/api/soap/”, der mich neugierig macht.

Und tatsächlich: Mantis bietet eine Webservice-Schnittstelle an, mit der Bugs von externen Clients gemanaged werden können. Unter “http://[PFAD ZU MANTIS]/api/soap/mantisconnect.php” gibt der Browser die WSDL Datei und eine Funktionsübersicht aus.

So habe ich ein wenig gegoogled und bin auf etwas Interessantes gestossen: Es gibt ein Eclipse Plugin, das eine Oberfläche für Mantis in der IDE zur Verfügung stellt. Die Installation verläuft gewohnt einfach. Unter Eclipse (bei mir V3.4) muss Mylyn installiert sein, dann kann man einfach die Updateseite http://mylyn-mantis.sourceforge.net/eclipse/dev/update/site.xml eintragen und das Paket “Mylyn Connector: Mantis” installieren.

Auch die Konfiguration gestaltet sich sehr einfach:

  • Unter “Window” => “Show View” aufrufen
  • die View “Task Repository” öffnen
  • in der View “rMT”=> “Add Task Repository”
  • Typ “Mantis” auswählen
  • Dialog mit den Repository-Daten ausfüllen (bei Server muss die o.g. URL zur Datei mantisconnect.php eingetragen werden)

Anschließend kann man über die “Planning” Perspektive seine Bugs eingeben, verwalten, zuweisen, etc.

Das ganze war schneller eingerichtet als diesen Blogeintrag zu verfassen und integriert den Mantis BT optimal in Eclipse, eine sehr nützliche Sache, die ich in manchen Projekten einsetzen werde.

Bugtracking mit Mantis

mantis_logoIch war auf der Suche nach einem einfachen, webbasierten Bugtracking-Tool, mit dem ich mehrere kleine Projekte verwalten kann. Die Anforderungen waren im Groben: schnell und einfach auf einem LAMP-System aufzusetzen, private und öffentliche Projekte, feines Rechtemanagement (wer in welchem Projekt, Rollen (Berichter, Tester, Entwickler, …), einfache Benutzeroberfläche (auch für den normalen DAU), deutsche Übersetzung, gute Übersichtsseite, Open Source.

Natürlich kommen einem erst die “größeren” Issue Management-Tools in den Sinn, insbesondere Bugzilla und TRAC. Bugzilla habe ich noch nie konfiguriert oder genauer betrachtet, auf den ersten Blick schien es mir zu “fett” für meine Zwecke. TRAC habe ich in anderen Projekten schon im Einsatz (gehabt) – ein Super System, kann aber auch “zu viel”.

So bin ich nach kurzer Webrecherche auf den Mantis Bug Tracker gestoßen. Die Online-Demo hat mir so gut gefallen, dass ich gleich mal eine Testinstallation durchführte. Und siehe da, in weniger als 10 Minuten war alles installiert. Auch eine vernünftige Grundkonfiguration (Benutzer, E-Mail-Benachrichtigungen, Optik, Testprojekt, Spracheinstellungen) hat nur eine halbe Stunde beansprucht.

Fazit: Die oben genannten Anforderungen sind bei Mantis alle erfüllt – das Ding kommt nun bei uns nun zum Einsatz. Bleibt abzuwarten, wie es angenommen wird und ob die Kunden, Tester und Mitentwickler wirklich ihre Bugs, Featurewünsche etc. eintragen …